Bei Fort Augustus vertäute Boote

Fort Augustus

Das Dorf Fort Augustus

Tor zum Loch Ness

Fort Augustus ist zwar klein, aber dafür ist ganz schön viel los! Das liegt vermutlich an seiner Uferlage im äußersten Südwesten des Loch Ness. Das Dorf mit seinen 600–700 Einwohnern ist kompakt, malerisch und manchmal voller Betrieb und Leben – vor allem in der Sommersaison, wenn viele Touristen den Ort besuchen. Es kommt einem aber nie überfüllt vor. Boote fahren auf dem Caledonian Canal, der mitten durch das Dorf fließt, Richtung Norden und Süden. Auch die Straße zwischen Fort William und Inverness verläuft durch Fort Augustus und überquert den Kanal über eine Drehbrücke. Touristen (und Einheimische) sitzen gern eine Weile draußen vor einem Pub oder Restaurant, essen oder trinken etwas und sehen gemütlich zu, wie die Schiffe aller Arten und Größen die Schleusen des Kanals passieren. 

Das Dorf ist nach dem Fort benannt, das nach der Niederschlagung des Jakobitenaufstands von 1715 hier errichtet wurde. Von der ursprünglichen Befestigungsanlage sind heute praktisch keine Überreste mehr vorhanden – obwohl Teile davon in das 1876 erbaute Benediktinerkloster integriert wurden. Das ehemalige Kloster wurde inzwischen zu Luxuswohnungen mit exklusiver Lage am Ufer des Loch Ness umgebaut.
Für Besucher augenfälliger ist der Caledonian Canal, der den Ort in zwei Teile teilt. Der Kanal fließt in den Loch Ness und eine beeindruckende Reihe von treppenförmig angeordneten Schleusen ermöglicht es den Booten, die Unterschiede der Wasserspiegel zu überwinden.
Das Schleusensystem ist Teil des fast 100 km langen Caledonian Canal, der Inverness mit Fort William verbindet. Für den Bau des 1822 fertiggestellten Kanals war der berühmte Ingenieur Thomas Telford verantwortlich. Der Kanal sollte ursprünglich eine kürzere Verbindung zwischen der Ost- und der Westküste Schottlands für Handelsschiffe bereitstellen. Diese waren froh über die kürzeren Transportzeiten und darüber, dass sie so den Angriffen von französischen Piraten auf dem offenen Meer ausweichen konnten. Der Kanal wird heute immer noch befahren – und Fort Augustus ist der ideale Ort, um die vorbeifahrenden Yachten und Segelschiffe zu bestaunen.
2002 wurde der Great Glen Way eröffnet und vor Kurzem auch der Great Glen Canoe Trail: eine 117 km lange Kanuroute, die Fort William und Inverness verbindet. Fort Augustus ist ein beliebter Rastplatz für müde Wanderer und Fahrradfahrer, die sich eine wohlverdiente Pause gönnen und den Blick auf den See genießen.
Auch das Dorf selbst hat viele Besucherattraktionen zu bieten. Im Caledonian Canal Heritage Centre (Heimatmuseum zum Caledonian Canal) erfahren Sie mehr über den Kanal und das Clansman Centre verschafft Ihnen einen Einblick in die Lebensweise der Menschen im schottischen Hochland vor 500 Jahren.
Das pittoreske Dorf Invermoriston und das bezaubernde Tal Glenmoriston, die nur 10 km weit entfernt liegen, sind auch einen Abstecher wert. Mit seinen weiß verputzten Häusern ist das tief in der Geschichte der Jakobiten verwurzelte Invermoriston ein beliebter Rastplatz für Wanderer auf dem Great Glen Way.
„Moriston“ ist das gälische Wort für „Fluss der Wasserfälle“. Ein treffender Name, denn die Moriston Falls sind spektakulär, wenn der Fluss viel Wasser führt. Einen besonders guten Ausblick hat man von der Old Bridge, der von Thomas Telford 1813 während des Baus des Caledonian Canal errichteten Brücke. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der vom Heiligen Columban gesegnete Brunnen, St Columba‘s Well, und die dramatische Schlucht am Eingang zur Road to the Isles („Straße zu den Inseln“) im Glenmoriston.

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